
Bei einem Casting für eine Ready-to-Wear-Kampagne sieht man sehr unterschiedliche Profile, je nachdem, ob die Marke ein Gesicht für einen E-Commerce-Lookbook oder eine Silhouette für eine Haute-Couture-Modenschau sucht. Die Erwartungen an die Morphologie sind von Brief zu Brief nicht dieselben, und genau diese Unterscheidung nach Verwendungszweck bestimmt heute die Kriterien für Gewicht und Größe von weiblichen Models.
Modell für den Laufsteg, kommerziell oder Plus-Size: Körpermaße, die durch den Kundenbrief diktiert werden
Es wird oft von „Standard“-Maßen gesprochen, aber in der Praxis hängt alles vom Typ der Leistung ab. Die Agenturen unterscheiden klar zwischen mehreren Kategorien, und jede funktioniert mit ihren eigenen physischen Maßstäben.
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- Laufstegmodell (Catwalk): Die Größe bleibt das filterndste Kriterium. Die meisten Modehäuser suchen nach Profilen zwischen 1,75 m und 1,80 m, mit einer schlanken Silhouette, die es den Kleidern ermöglicht, auf dem Laufsteg auf eine bestimmte Weise zu fallen.
- Kommerzielles Modell: Hier rückt die Größe in den Hintergrund. Die Marken suchen nach einem Gesicht, einer Ausstrahlung, einer Fähigkeit, ihre Zielkundin zu verkörpern. Man kann in der Fotografie mit einer Größe deutlich unter 1,73 m arbeiten.
- Plus-Size-Modell: Die Kampagnen in diesem Segment haben in den letzten Jahren zugenommen. Die Kriterien konzentrieren sich mehr auf die Fotogenität und das Selbstbewusstsein vor der Kamera als auf ein genaues Gewicht.
Diese Segmentierung nach Verwendungszweck erklärt, warum zwei Models mit gegensätzlichen Morphologien in derselben Agentur unter Vertrag genommen werden können. Um besser zu verstehen die Kriterien für Gewicht und Größe von weiblichen Models, muss man genau nach Art der Leistung und nicht nach einer einzigen Zahl denken.

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Minimale Größe für weibliche Models: Was die Agenturen zuerst filtern
Wenn man ein Portfolio sendet oder sich bei einem Open Call vorstellt, ist die erste zu prüfende Angabe die Größe. Für den Laufsteg liegt die Mindestgröße bei etwa 1,73 m bis 1,74 m. Darunter sind die Chancen, für einen Runway ausgewählt zu werden, gering, nicht aus willkürlicher Diskriminierung, sondern weil die Musterkleider für diese Körpermaße zugeschnitten sind.
Für das kommerzielle Modeln oder digitale Kampagnen gibt es diesen Filter so gut wie nicht mehr. E-Commerce-Shootings rekrutieren nach Persönlichkeit und Passgenauigkeit zur Zielgruppe, nicht auf einen Zentimeter genau. Einige Agenturen stellen mittlerweile sehr unterschiedliche Profile in Bezug auf Größe, Alter und Morphologie ein, einfach weil ihre Kunden Vielfalt benötigen, um ihre eigene Klientel zu erreichen.
Die Rückmeldungen variieren in diesem Punkt je nach Markt: Eine Pariser Agentur, die auf Haute Couture ausgerichtet ist, wendet nicht dieselben Kriterien an wie eine regionale Agentur, die auf Kataloge spezialisiert ist.
Gewicht und Maße für Models: Warum die Rohzahlen nichts aussagen
Überall findet man Tabellen, die „ideale“ Gewichtsspannen für Models auflisten. In der Realität eines Castings steigt jedoch niemand auf eine Waage. Was zählt, ist die visuelle Proportion: Schultern, Taille, Hüften und vor allem, wie ein Kleidungsstück am Körper sitzt.
Der Hüft- und Taillenumfang sind wichtiger als eine Zahl auf der Waage. Zwei Frauen mit derselben Größe und demselben Gewicht können sehr unterschiedliche Silhouetten haben, je nach ihrer Muskelverteilung und Knochenstruktur. Aus diesem Grund geben die Composite-Karten (die „Comp Cards“) die Maße in Zentimetern an, niemals das Gewicht in Kilogramm.
Was eine typische Composite-Karte enthält
Die Comp Card, die an die Casting-Direktoren gesendet wird, enthält die Größe, den Brustumfang, den Taillenumfang, den Hüftumfang, die Schuhgröße und die Augenfarbe. Das Gewicht ist nicht aufgeführt. Dieses Dokument dient dazu, zu überprüfen, ob das Model in die für das Shooting oder die Modenschau vorgesehenen Muster passt, nicht mehr.
Regulierung und Rahmenbedingungen für minderjährige Models in Frankreich
Das Alter ist ein Thema der regulatorischen Konformität geworden, nicht nur der physischen Auswahl. Die Castings für Minderjährige unterliegen spezifischen gesetzlichen Bestimmungen, die eine Begleitung durch einen Booker, elterliche Genehmigungen und eine staatliche Kontrolle vorschreiben.
In der Praxis müssen die Agenturen, die mit Models unter 16 Jahren arbeiten, strenge Verpflichtungen in Bezug auf Arbeitsbedingungen, Arbeitszeiten und Vergütung einhalten. Diese Regulierung hat direkte Auswirkungen auf die Rekrutierungskriterien: Einige Agenturen ziehen es vor, keine zu jungen Profile zu unterzeichnen, um die administrative Last zu vermeiden, was den tatsächlichen Einstieg in den Beruf hinauszögert.
Ärztliches Attest und Gesundheitsüberwachung
Ein ärztliches Attest, das die Eignung für das Modeln bescheinigt, ist erforderlich vor jeder beruflichen Tätigkeit. Dieses Dokument überprüft, dass die Person keine Anzeichen von Unterernährung oder gewichtsbedingten Problemen aufweist. Diese Maßnahme soll Models, insbesondere die jüngeren, vor den Exzessen schützen, die in der Branche lange toleriert wurden.

Gesuchtes Profil über die Morphologie hinaus: Was beim Casting den Unterschied macht
Sobald die grundlegenden physischen Kriterien validiert sind, spielt die Auswahl woanders eine Rolle. Casting-Direktoren und Booker bewerten die Fähigkeit, das Licht einzufangen, die Beweglichkeit des Gesichts vor der Kamera und die allgemeine Haltung.
- Der Gang: Auf einem Laufsteg kann die Art zu gehen ein Profil ausschließen, das alle morphologischen Kriterien erfüllt.
- Die Ausdruckskraft: Ein Gesicht, das in einem Foto „etwas erzählt“, ist mehr wert als eine perfekte Symmetrie.
- Die Regelmäßigkeit und Zuverlässigkeit: Pünktlich ankommen, einen Brief einhalten, stundenlang ohne Pause posieren. Die Agenturen verlieren Aufträge wegen unprofessioneller Models, nicht wegen ihres Hüftumfangs.
Modeln bleibt ein Casting-Beruf, bei dem die Auswahl auf der Übereinstimmung zwischen einem Profil und einem spezifischen kommerziellen Bedarf beruht. Die Kriterien für Größe und Gewicht bilden einen Ausgangsrahmen, garantieren jedoch nichts ohne den Rest. Die Marken, die in die Vielfalt ihrer Kampagnen investieren, haben das gut verstanden: Sie rekrutieren Persönlichkeiten, keine Zentimeter.